Vergangene Woche lud die Jugendkommission Thurgau zum Dialog mit den Jungparteien. Grundsätzlich ist es natürlich eine sehr schätzenswerte Idee der Jugendkommission, die Jungparteien um ihre Meinung in Sachen Jugendfragen zu beten.
Das heute gewählte “Unwort des Jahres”, “hobbylos”, erinnerte mich wieder an die Diskussion. So war ein intensiv diskutierter Punkt, ob das Freizeitangebot für Jugendliche ausreichend ist und weshalb viele Jungen in ihrer Freizeit lieber “abhängen”, als etwa einem Hobby (Fussballverein, Pfadi, Musik, etc.) nachzugehen. Dabei ist einerseits erwähnenswert, dass vor allem die Jungfreisinnigen in der Runde der Meinung waren, dass im Thurgau vielerorts ein breites Angebot besteht. Bevor dieses allenfalls ausgeweitet würde, müssten zuerst die bestehenden Möglichkeiten bekannter werden.
Dabei stört mich die grundsätzliche Haltung, dass der Staat quasi Unterhaltungsprogramme für Junge anbieten soll. Es kann doch nicht Aufgabe des Staates sein, die Leute bei Laune zu halten?!
Viele Jugendliche haben ohnehin genug Phantasie und Energie, um selbst etwas aufzuziehen und sich zu beschäftigen. Andere sind um Angebote froh- diese können aber auch von Privaten angeboten werden. Bereits eine gute Plattform für die diversen privat geführten Vereine, etwa in den Schulen, könnte den Jugendlichen das breite Freizeitangebot näher bringen. Dass die vielen Vereine, die oft auch Nachwuchs suchen, zu wenig Plattform erhalten, ist schade. Massnahmen in diesem Bereich wären nämlich kostenlos.