Ulrich Gygi äussert sich für ein visionäres SBB – Projekt: Nehmen wir den Faden auf!

Schliesslich darf man auch mal an eine Investition in die Zukunft denken! Bei wichtigen Bereichen wie der Infrastruktur und Bildung, wo wir in Zukunft punkten können, wird gespart. Dafür versickert viel Geld in ineffizienten Sozialversicherungen. Das ist ein sehr fragwürdiger Fokus.

Die “Bahn 2030″ ist eher ein Kantönligeist-Werk als eine Vision für die Zukunft. Wir sollten aber heute auf den Zug aufspringen und neue Projekte diskutieren – sonst sind unsere Bahnverbindungen zwischen den grossen Städten im europäischen Vergleich die Langsamsten und wir verpassen den Anschluss ans internationale Schienennetz. Die jungfreisinnigen stehen im heutigen Communiqué dafür ein, dass solche Ideen ernsthaft diskutiert werden:

Medienmitteilung

SBB: Die Jungfreisinnigen begrüssen den TGV-Vorschlag
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12. Mai 2010

Die Jungfreisinnigen unterstützen den Vorschlag von Ulrich Gygi, die Strecke Bern – Zürich mit einer Hochgeschwindigkeitslinie zu verbinden. Unter der Bedingung, dass dieses Vorhaben als eine langfristig angelegte und überdachte Investition angegangen wird, könnte die Schweiz von einem modernen Schienennetz und internationaler Anbindung profitieren.

Die wichtigsten Bahnstrecken in der Schweiz gehören im Vergleich mit den Verbindungen der europäischen Metropolen leider zu den langsamsten. Schnelle Zugverbindungen könnten den internationalen Anschluss garantieren und böten einen Standortvorteil für den Wirtschaftsplatz. Das aktuelle Kantönligeist-Werk „Bahn 2030“ begegnet diesem Anspruch nicht, sondern spiegelt regionale Ansprüche wieder.

Die jüngsten Studien, wie etwa jene der EPFL, zeigen, dass es langfristig möglich ist, Hochgeschwindigkeitszüge in der Schweiz zu haben. Ein solches auf lange Sicht angelegtes Projekt könnte die fünf grössten Schweizer Städte verbinden und Anschluss an das deutsche, französische und italienische Hochgeschwindigkeitsnetz garantieren.

Die Frage, wie ein solches Projekt finanziert werden könnte, ist von äusserster Wichtigkeit. Es stellt aber kein unüberwindbares Hindernis dar. Die Schweiz hat auch in der Vergangenheit gezeigt, dass wichtige und sinnvolle Grossprojekte angegangen werden können. Die Mobilität und die Einbindung ins internationale Schienennetz ist ein Bedürfnis, dass in den kommenden Jahrzehnten immer wichtiger wird. Mit Hochgeschwindigkeit in der Schweiz unterwegs – sehr ambitiös, aber eine Vision, die realisierbar wäre und daher ernsthaft überlegt und angegangen werden muss.

Eine Antwort zu „Ulrich Gygi äussert sich für ein visionäres SBB – Projekt: Nehmen wir den Faden auf!“

  1. schweizweit.net | Wochenrückblick sagt:

    [...] Ulrich Gygi äussert sich für ein visionäres SBB – Projekt: Nehmen wir den Faden auf! [...]

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